Chronik

Chronik des Saalfeld Titans e. V.

 

Vor jedem großen Erfolg kommt die Pionierarbeit. Zugegeben die Saalfeld Titans haben American Football nicht erfunden, aber sie haben den Sport nach Saalfeld und in die Region gebracht.

 

Am Anfang im Jahre 2007 stand eine Vision: Der begeisterte Saalfelder Football-Fan und ehemalige Spieler der Gera Crash Lions Daniel Pichler fasste das Ziel ins Auge, American Football auch in seiner Heimatstadt zu etablieren. Infolgedessen begann er auf dem Sportplatz Obernitz mit ein paar Freunden das Ballgefühl zu entwickeln. Zunehmend interessierten sich mehr und mehr Bekannte aus dem Umfeld der Pioniere für die bis dahin in der Region eher unbekannte Sportart und der Kreis der Hobbyfootballer wuchs beständig an. Der Gedanke, den Sport in Saalfeld professionell zu trainieren und junge Menschen entsprechend auszubilden, keimte heran.

 

Inspiriert von „Remember the Titans“, einem US-amerikanischen Football-Spielfilm – der in Deutschland „Gegen jede Regel“ hieß und den Südstaaten-Rassismus in den 1970er Jahren thematisiert – erfolgte im Jahr 2008 die Namensgebung „Saalfeld Titans“. Der passende Team-Name für das gemeinschaftliche Ideal, für Toleranz und Zivilcourage und gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus einzutreten und im Team zu leben.

 

Im selben Jahr wurde auch das Logo entwickelt und die ersten Werbemaßnahmen mit Plakaten starteten. Parallel dazu traten die Footballer dem Yuko e. V. bei, um organisiert den Sport betreiben zu können. Beginnend mit dem Wintertraining folgten die ersten offiziellen Trainingszeiten in der Turnhalle der Grundschule Reinhardtstraße.

 

Mangels Ausrüstung konzentrierte man sich anfänglich auf Flag Football, die kontaktfreie Variante des American Football. Anfang 2009 wurde dann der erste Satz Trikots bestellt und die Vereinsfarben festgeschrieben: Grün-Weiß – in Anlehnung an die Flagge der Heimatstadt. Zudem erwarben einige Spieler die ersten Ausrüstungen. Der kleine Obernitzer Sportplatz reichte alsbald nicht mehr für die wachsende Spielerzahl und das immer professioneller werdende Training.

 

Ende der Saison 2009 wechselten Saalfelds Footballer nach Reschwitz. Mit dem Sportplatz an der Kulturscheune hatte man endlich einen großen und gepflegten Trainingsplatz gefunden. Daneben vollzog sich der erste Trainerwechsel. Daniel Pichler gab die Trainingsleitung an den damaligen Sportstudenten André Zschernitz ab. Zur selben Zeit konnte das Bürgerliche Brauhaus Saalfeld als Sponsor gewonnen werden. Die Brauerei stellt seitdem dem Verein sechs Helme zur Verfügung.

 

Indes wurde der Drang nach Freiheit, Selbstständigkeit und Selbstbestimmung in Gestalt eines eigenen Vereines immer größer. So liefen die Vorbereitungen einer baldigen Vereinsgründung auf Hochtouren. Doch gab es zunächst die erste große öffentliche Veranstaltung zu organisieren. Am 29. Mai 2010 veranstalteten die Saalfeld Titans ein Familienfest, welches viele Zuschauer und Interessierte nach Reschwitz zum Mitmachen und Staunen lockte. Mitte des Jahres folgte eine erfolgreiche, überregionale Plakat-Werbeaktion im Rahmen der Brauhaus-Kampagne „Saalfelder, das ist unser Bier“.

 

Die Geburtsstunde des eigentlichen Vereins schlug am 25. September 2010. Nach der vierstündigen Gründungsversammlung in der Saalfelder Villa Bergfried unterzeichneten 24 Gründungsmitglieder Satzung und Protokoll des Saalfeld Titans e. V. Geboren war damit der innovativste, effektiv strukturierteste Verein Saalfelds. Dem ersten Präsidium gehörten Christopher Mielke als Präsident sowie Tim Fischer und André Zschernitz als weitere Präsidialmitglieder an.

 

Gegründet wurde der Verein als Mehrspartenverein mit den drei sections American Football, Cheerleading und Fußball. Im neuen Verein organisierten sich die Fußballer des BSV Minimi. Sowohl die Footballer als auch die Fußballer traten in der Folge aus dem Yuko e. V. aus.

 

Mit Beginn des Sommertrainings 2011 wechselten Saalfelds Footballer dann auch ins Stadion „An den Saalewiesen“ über. Damit war der American-Football-Sport wieder in Saalfeld zu Hause. Das Training gestaltete ab da der neue Trainer Andreas Zimmermann. Zimmermann war selbst seit 1992 aktiver Footballspieler und besaß langjährige Ligaerfahrung – ein Glücksfall für den Verein und den Sport.

 

Viele öffentlichkeitswirksame Präsentationen u. a.

  • Informationsstände bei Stadtfesten, zur Langen Einkaufsnacht oder Beachparty
  • Teilnahme am traditionellen Saalfelder Detscherfest, am Brauhaus-Wettbewerb Hopfenzupfen, am DRK-Spendenlauf, an Blutspendeaktionen, usw.
  • Darbietungen zum Knax-Fest der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt oder mit einer Halbzeitshow beim Fußballklassiker VFL 06 Saalfeld gegen SV Stahl Unterwellenborn
  • Beteiligung am Markt der Guten Geschäfte

 

förderten rasch den Bekanntheitsgrad des Vereins in der Stadt. Seit jeher gehören die Titans zu den gesellschaftlich engagiertesten Sportvereinen Saalfelds.

 

Sportlich begann 2011 die Etablierung des Teams im mitteldeutschen Raum. Das erste Aufeinandertreffen mit einer anderen Footballmannschaft, den Crimmitschau Tornados, gestaltete sich als gemeinsames Training mit anschließendem Trainingsspiel. Im Weiteren trainierte man zusammen mit den Chemnitz Crusaders und maß sich zusammen mit den Tornados. Gemeinsam mit den Crimmitschau Tornados wurde ebenso das erste Trainingslager organisiert. Dessen ungeachtet besteht seit der ersten Stunde an enger Kontakt zu den Jenaer Hanfrieds.

 

Gleichwohl engagiert sich der Verein im Jugendsport. Kooperationen mit dem Erasmus-Reinhold-Gymnasium und Heinrich-Böll-Gymnasium seit 2010 sorgen dafür, dass die an Thüringer Schulen nicht berücksichtige Sportart für Kinder und Jugendliche attraktiv wird.